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Wie Sie mit dem ersten Satz direkt auf den Punkt kommen

Das Mittel gegen die Ödnis von Vorstellungsrunden

 

Mit einem einfachen Kniff machen Sie gleich zum Start eines Meetings oder einer Präsentation klar, WOFÜR Sie stehen oder was Ihnen wichtig ist. Das wirkt gegen die Tristesse der ersten Runde und verhilft zu einem starken Start.

Von Karin Volbracht

Erstes Meeting mit einem frischen Kunden. Das Team stellt sich vor. Und los geht es mit der Tristesse: „Mein Name ist Mina Frölich. Frölich wie traurig, nur ohne ‚h’. Ich habe BWL in Hamburg studiert, danach habe ich meinen Master im Barcelona gemacht, das war toll. Dann war ich bei unserer Firma zuerst als Junior Sales Manager in der Abteilung International Sales tätig. Dann war ich zwei Jahre stellvertretende Standortleiterin in Madrid. Jetzt kümmere ich mich als Key Accounterin vor allem um Kunden in Südeuropa.“golden-circle

Dann kommt der nächste dran. „Guten Tag zusammen, hallo allerseits. Ich bin der Franz Moser. Ich freue mich übrigens total, dass ich dabei sein kann. Ich leite hier seit 14 Jahren die IT. Gelernt habe ich übrigens zuerst Einzelhandelskaufmann, in die IT bin ich erst später gerutscht. Ich wohne mit meiner lieben Frau und 3 Kindern in der Vorstadt.“ Und so weiter…

 

Schluss mit dem „Hallo-ich-bin-auch-dabei“

Lösen solche „Vorstellungsrunden“ bei Ihnen auch einen Fluchtreflex aus? Zumindest gedanklich? Denn nur wenige kommen auf den Punkt und sagen etwas, das im Gedächtnis haften bleibt. Dabei gibt es einen wunderbaren Ausweg aus der „Hallo-ich-bin-irgendwie-auch-dabei“-Trostlosigkeit.

„Start With Why“ heißt ein Buch von Simon Sinek. Und mit seinem „Golden Circle“ kommen Sie schon beim ersten Satz auf den Punkt.

Sinek folgt der Erkenntnis, dass Menschen dazu neigen, über allerlei Details zu sprechen. Über das „WAS?“ Denn da kennen Sie sich aus. Das gibt ihnen Sicherheit. So verlieren sie sich dann schnell in Einzelheiten und kommen danach vielleicht auf das „WIE?“. Aber den Kern der Sache lassen sie weg. Das ist das „Warum“ in der Mitte des Goldenen Kreises, oder wie ich es besser finde, das „WOFÜR?“

Sinek empfiehlt, die Informationen von innen nach außen aufzuzählen, anstatt sich langsam vom Rand bis in die Mitte vorzuarbeiten.

 

Starten Sie mit dem „WOFÜR“

Das heißt für eine Vorstellungsrunde, dass Sie vorher darüber nachdenken, wie Sie einen der folgenden Sätze selbstbewusst und kraftvoll mit einer Antwort auf die Frage nach Sinn und Nutzen beenden:

  • Ich bin hier verantwortlich für…
  • Ich richte meinen Blick/mein Augenmerk auf…
  • Ich stelle sicher, dass
    WOFÜR stehen Sie? Mit dem Golden Circle direkt auf den Punkt (Karin Volbracht)

    Und wie lautet Ihr erster Satz?

  • Mir liegt am Herzen, dass
  • Ich bin verantwortlich für…
  • Ich kümmere mich um…

In dieser Form könnten die Statements von Frau Frölich und Herrn Moser so ausfallen:

„Ich bin Mina Frölich. (WOFÜR:) Ich habe als Key Accounterin den Blick fest darauf gerichtet, dass das mit unseren Kunden in Südeuropa gut funktioniert. (WIE:) Ich kenne den Markt gut und habe in den letzten Jahren mehrere Jahre in Spanien gearbeitet.“ (Das WAS GENAU können Sie sich sparen…)

Herr Moser könnte zum Beispiel sagen: „Ich stelle seit 14 Jahren sicher, dass die IT in diesem Haus einwandfrei funktioniert und alle gut arbeiten können. Dabei bin ich glücklicher Überzeugungstäter und bringe als Leiter der Abteilung auch kaufmännische Erfahrung in unseren Bereich ein. Das hilft manchmal sehr.“

Jetzt sind Sie dran: Wofür stehen Sie beim nächsten Termin? Was haben Sie im Blick?
Karin Volbracht sorgt für Klarheit, Struktur und Emotion. Sie arbeitet mit Ihnen an Haltung und Strategie auch in kniffligen Kommunikations-Situation.